Sophia Thußbas

Die studierte Ruhpolderin ist topfit. Vor ca. 9 Monaten startete sie mit dem OCR und hat in dieser Zeit alleine 2018 rund 35 Rennen abgerissen, davon durfte sie 15 Mal auf dem Podest stehen. Nun spezialisiert sie sich auf die Spartan Elite und auch hier stand sie 2019 bereits auf dem Treppchen.

Sie trainiert im CrossFit Chiemgau und dreht natürlich in den Bergen ihre Runden. Außerdem nutzt sie das Trainingsgelände von OCR Munich.

Ihr findet sie auf Instagramm sophia_ths und Facebook Sophia Thußbas

Volker Pellen

Der studierte Fachmann für Martial Arts und Fitness startete beim Strongmanrun Belgien 2013 seinen ersten Hindernislauf.

Er schrieb bereits für Trophyrunners und BodyCROSS. Er ist Headmarshall bei OCR international, Captain des Mud Monkey OCR Teams und als OCR Trainer führt er regelmäßig Workshops, Trainings und andere OCR Events durch.

Ihr findet ihn auf Instagramm Volker_Pellen und Facebook Volker Pellen

Sophia Thußbas

Winter Spartan Race

Vratislavice / Tschechien

19. Januar 2019

 

Nachdem ich so viel Spaß hatte in Kaprun beim Winter Spartan Race und hier mit den Winter Obstacle Races eine neue Liebe für mich entdeckt hatte, war es für Denny, ein  Vereinskollege vom OCR Munich, nicht schwer, mich für Winter Spartan Sprint in Vratislavice zu begeistern! Kurzerhand sagte ich: JA. Ich konnte auch Phillip, ein Freund aus Regensburg für das Spontane Vorhaben gewinnen.

Nach Kaprun musste schnell das nächste Spartan Race her

Am Freitag Nachmittag nach der Arbeit machte ich mich also auf den Weg von Traunstein nach Vratislavice, immerhin… 6 Std. Autofahrt für 1 Std. Rennen, aber wer ebenso wie ich dem Hindernisslauf verfallen ist, der weiß, dass man dies gerne in Kauf nimmt 😉

In Eggenfelden holte ich Denny ab, in Straubing Phillip – zu dritt verging die Fahrt wie im Fluge. Wir konnten uns Abends noch ein schönes Essen gönnen und dann früh ins Bett gehen, um ausgeruht für den nächsten Tag zu sein!
Start der Elite Frauen war um 8:15. Das hieß für mich, um 6:30 am Gelände sein… Ja, es war dunkel und eiskalt… viel kälter als in Kaprun… aber egal! Es ist ja Winter 🙂

Sprint

Der Start näherte sich schnell. Es wurde Tag und wir hatten herrlichen Sonnenschein. Nachdem es gleich nach den ersten 100 Metern bergauf ging wurde mir auch recht schnell warm! Ich konnte läuferisch echt gut mithalten! Vor allem bergauf merkte ich, dass ich hier wirklich meine Stärke habe. Platz 1 (Zuzana, wer sonst) und Platz 2 setzten sich relativ bald ab. Platz 3 teilten gemeinsam 2 andere Mädels und ich. Es ging schön flüssig dahin! Mich puscht es immer, wenn ich mich mit anderen messen kann, so bleib ich läuferisch am Ball. Beim nächsten längeren Bergaufstück konnte ich dann den 3. Platz gut ausbauen, auch die folgenden Monkey Bars klappten super. Doch dann kam das Balance Beam vereist und sehr glatt… Ich musste da leider Burpees machen. Da liefen sage und schreibe 4 Mädels an mir vorbei und ich fiel von Platz 3 auf  Platz 7.

Aufholjagd beginnt

Die erste hatte ich schon vorm Speer wieder und auch die nächste war  nicht mehr  weit weg! Z-Wall und Rope Climb waren anspruchsvoll weil sehr eisig, aber ich schaffte beides. Atlas Carry war wie immer im Osten vergleichsweise schwer, genauso der Sandbag Carry. Da mir Carries aber liegen war beides kein Problem für mich. Nach dem Bucket Carry gings dann auch schon wieder Richtung Festival Gelände. Am Multi Rig angekommen rief Jan mir zu, dass die 5. Dame das Rig nicht geschafft hat und Burpees macht, da wusste ich, wenn ich das Rig schaffe, dann hol ich mir Platz 5. Und ja, ich schaffte es ganz easy, Ringe mag ich!

Auch die Slippery Wall und der Hercules Hoist klappten beim ersten Anlauf und so konnte ich als 5. Dame mit 59 Minuten 38 Sekunden ins Ziel laufen!
Mich ärgern die Burpees am Balance Beam, die hätten echt nicht sein müssen, bin aber trotzdem sehr zufrieden mit dem Rennen, vor allem da es läuferisch so gut geklappt hat!

Ein ganz besonderes Highlight für mich war, dass Zuzana Kocumova vor dem Start zu mir gekommen ist, mich zur Begrüßung umarmt hat und wir noch nett gequatscht haben – sie ist wirklich ein großes Vorbild für mich!

Ihr wollt auch an einem Spartanrace teilnehmen? Hier geht es zu den Rennen: Spartanrace Deutschland

Sophia Thußbas

Winter Spartan Race

Zell am See – Kaprun

12./13. Januar 2019

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit – es fanden die weltweit ersten Spartan Races in 2019 statt und ich durfte mit dabei sein! Nachdem 2018, meine allererste OCR Saison, ja gleich richtig gut verlaufen ist, hab ich mich entschieden in 2019 beim Spartan Race nicht mehr in der Age Group sondern in der Spartan Race Elite zu starten. Nur so kann man besser werden und ich freue mich auf die neue Herausforderung!

Spartan Super
Am Samstag um 9 Uhr fiel dann der Startschuss zum Super Race. Alle Athleten rannten wie verrückt los, da ist dann nichts mehr von wegen Gentleman und so, aber da die Strecke uns gleich mal den ersten kleinen Hügel hinauf führte, gefolgt von den ersten Walls, entzerrte sich das Feld doch recht schnell. Nach einem doch recht steilen bergab Stück, das im Schnee echt lustig zu laufen war (man konnte runter rutschen, was das Kind im Mann bzw. der Frau heraus gelockt hat…) waren erst einmal die Läuferskills gefragt – erst flach, dann bergauf, dann wieder flach. Das klappte gut und besonders bergauf konnte ich meine Stärke ausspielen und Meter gut machen!

Das erste Hindernis war für mich gleich das schwierigste – Rope Climb – normal kein Thema, aber mit Schnee an den Schuhen und klammen Seil gar nicht soooo leicht. Aber ich schaffte es zum Glück trotzdem beim ersten Versuch! Dafür war das nächste Hindernis, der Stein zum hinter sich her ziehen, dann dank des Schnees vergleichsweise einfach. Der Stein rutschte auf dem glatten Schnee wirklich schön brav hinter einem her 😉 Es folgte dann auch gleich die Z-Wall. Ich sah hier beim hinlaufen unerwartet viele in der Burpee Zone – klar, der Schnee und das Eis stellten eine zusätzliche Herausforderung dar! Ich erwischte aber zum Glück eine Line, die nicht vereist war und so blieben mir auch hier die lästigen 30 Burpees erspart und ich konnte weiter rennen!

Herrliches Panorama

Es folgte ein ganz wundervolles Stück Strecke. Lange bergauf durch den Schnee, einfach herrlich! Ich mag ja Höhenmeter, da ich mir hier als Ruhpoldingerin, die die Berge vor der Haustüre hat recht leicht tu. Auch das Bergabrennen hat richtig Spaß gemacht. Ich hab es einfach laufen lassen, da ich mir dachte, wenn ich stürzen sollte (was nicht passiert ist) falle ich ja weich! Nach einem schön langen bergauf / bergab Laufpart kamen wir zu den Sandsäcken! Ja… diese waren natürlich durchgefroren, nicht angenehm zu tragen, auch war es auf dem Schnee etwas rutschig, aber mit Vorsicht war auch das kein Thema. Die Inverted Wall und der Tire Flip waren schnell überwunden und weiter ging`s nochmal ein ganzes Stück bergauf 😉

Mittlerweile war ich save auf Platz 4, das motivierte mich sehr. Knapp vor mir Eniko – und ich war happy, dass ich läuferisch wirklich gut mit ihr mithalten konnte! Dann aber kam der Olympus… Eniko schaffte ihn mit Anstrengung, mir wurde aber hier der Schnee zum Verhängnis. Ich griff in ein Loch, das mit Schnee gefüllt war und rutschte ab. So ein Mist, Platz 3 rannte mir weg und ich musste Burpees machen. Ich versuchte, beim nächsten Hindernis dem Ketten Carry, wieder etwas Zeit gut zu machen und lief mit der Kette am Rücken im Laufschritt durch den Schnee. Auch bei dem folgenden bergauf Stück hab ich gut Gas gegeben,  so dass ich die 3. Dame dann tatsächlich wieder gesehen hab, als ich in die Burg lief.

Hier haben sie sich echt eine nette Streckenführung ausgedacht! Wir mussten in die Burg rein, die Treppe hoch, um die Balustrade rum, neben der Zuschauer Tribüne wieder runter, hin zum Schneeballwerfen. Ja, was soll ich sagen… Ich sollte wohl wieder mehr Schneeballschlachten mit machen 😉 denn mein Ball flog leider am Ziel vorbei, so dass ich auch hier Burpees machen musste. Verdammt, das war unnötig! Nun ging es Bergab, dann eine schöne gerade Laufstrecke entlang bis zum Thermalbad wo der Twister aufgebaut war. Ich hatte ja im Vorfeld etwas Respekt vor diesem Hindernis, da ich nicht wusste wie griffig er bei der Kälte sein würde. Aber die Sorge war umsonst, er war super griffig und ich meisterte den Twister ohne Probleme. Angefeuert und motiviert von meinen lieben Teamkollegen vom OCR Munich, die auf der gesamten Strecke Volontär und Marshall gemacht haben ging es dann auf die letzten Meter, über die letzten Walls bis hin zum Festivalgelände, wo die letzten Hindernisse warteten.

Platz 4 in der Elite

Der Hercules Hoist liegt mir ja eh, da ich gut Kraft habe, genauso das Reifen durch den Schnee ziehen… Ich hörte viele bekannte Stimmen aus dem Zuschauerkreis, die mir zuriefen, dass ich save auf dem 4. Platz bin. So kam ich relativ gelassen zum Speer, traf ihn dann auch, was eins der schönsten Gefühle während eines Spartan Races ist! Auch das Multirig war kein Problem. Nun waren nur noch die Stairway to Sparta und die Slippery Wall zu überwinden und dann konnte ich als 4. Elite Dame über das Feuer springen. Welch Hochgefühl!!

Glücklich und zufrieden über das Ergebniss meines ersten Spartan Races in 2019 konnte ich mich den Rest des Tages erholen für den Sprint am Sonntag.

Spartan Sprint

Am Sonntag ging ich dann mit einem super Gefühl an den Start. Ich wusste durch das Ergebnis vom Vortag, dass ich vorne gut mitspielen kann, da mir da ja nicht viel fürs Podium gefehlt hatte. Wären die unnötigen Schneeball Burpees nicht gewesen hätte das ganze schon anders aussehen können. Also gut, selbstsicher ging ich also in den Sprint. Die Strecke kannten wir ja schon, sie war die gleiche wie die vom Super!

Ich versuchte gleich von Anfang an gut Gas zu geben und hängte mich dann an Lena, die immer knapp vor mir lief. Bergauf machte ich immer wieder Meter gut, bei den geraden Strecken sie. So liefern wir recht flüssig dahin und kamen echt flott voran! Bei der Inverted Wall zweigte die Strecke vom Sprint dann auch schon ab, wieder zurück Richtung Festival Gelände. Jetzt hieß es nochmal Gas geben um auf den letzten Metern nichts zu verschenken. Bald kamen wir dann auch ins Festivalgelände und wurden vom Stadionsprecher begrüßt mit den Worten: „Da kommen sie, die beiden starken Deutschen Damen!“ Das war schon ein sehr besonderes Gefühl, das mich nochmal motiviert hat! Den Speer trafen wir beide! Nun sollte das Multi Rig über den Ausgang des Rennens entscheiden. Lena schaffte es, ich leider nicht. Die Griffe am Ende waren nass und ich rutschte ab. Das waren die 30 „schlimmsten“ Burpees meines Lebens, wurde ich doch vom Stadion Sprecher und den Zuschauern begleitet und angefeuert!

Ich wusste nicht wie weit die 4. Dame von mir weg war, deshalb gab ich Vollgas. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich! Die Burpees absolviert, machte ich mich auf die letzten Meter ins Ziel. Stairway to Sparta, wow, bald hatte ich es geschafft, „Würde mein Traum mit Zuzana Kukomová auf dem Podest zu stehen wirklich schon an meinem ersten Race Weekend wahr werden? dachte ich… Die Slippery Wall machte ihrem Namen alle Ehre und verlangte nochmal ordentlich Armkraft von mir…

Podest Platzierung direkt im Januar des ersten Elite Jahrs

Aber dann hatte ich es geschafft und durfte als 3. Elite Dame über das Feuer springen und ins Ziel laufen. Wahnsinn! Ich bin überglücklich und stolz! Zuzana, Lena und ich waren die einzigen drei Damen, die den Sprint in unter einer Stunde gelaufen sind, das freut mich sehr und motiviert mich auch weiterhin in der Elite Vollgas zu geben.

Abschließend bleibt zu sagen: Das Winter Spartan Race in Zell am See-Kaprun war wirklich ein voller Erfolg! Organisation top! Location top! Strecke top! Die Einheimischen und der Ort standen voll hinter dem Event! Ich hab mich wirklich durch und durch sehr wohl gefühlt und komme gerne wieder! Arooo!

Habt ihr Lust auf euer eigenes Winter Spartan Race bekommen. Der Termin steht schon fest.

11. Januar 2020 – Hier geht es zur Anmeldung Winter Spartan Zell am See

Sophia Thußbas

Freut euch auf den nächsten Erfahrungsbericht von Sophia.

Sie schaut sich bereits um!

Wird es Spartan Race auf Mallorca sein?

Wir sind gespannt!

Sarah Tilke

Steelman

Hannover

02. Dezember 2018

Aachen, 05:30 Uhr, viel zu früh! Der Startschuss in Hannover um 11:00 Uhr wartet eben nicht. Schnell die doppelte Koffeindosis tanken, Maren Hermine abholen und 20 Min später waren wir on the Road.

Pünktlich um 10:00 Uhr trafen wir vor dem Austragungsort der Galloprennbahn ein. Hannover begrüsste uns mit Regen.

Zum Glück waren die Parkmöglichkeiten excellent und binnen 10 Minuten hatten wir nach Ankunft unsere Startunterlagen. So blieb noch Zeit für ein Hallo mit OCR Bekannten und ab ging’s zum Aufwärmen.

Anstelle des üblichen Flatterbandstarts wurde in der Startmaschine gestartet. Pünktlich der Startschuss um 11:00 Uhr und gleich Vollgas. Nach 200m hieß es bye bye Rennbahn, hello Waldwege.

Das erste Hinderniss: ein mieser stinkender Tümpel… Widerlich! Später folgte noch der Bierfasscarry im Parcour, eine Torwand und diverse Wände. Die obligatorischen Reifenhaufen galt es zu überwinden, ebenso wie das 3m Seil – mit Knoten. Nach einem kurzen Anstieg ging es Richtung Rennbahn zurück und gleich auf die 800m Sandbahn garniert mit weiteren Wänden und dem Barbwirecrawl. Meine Freundin habe ich leider zu dem Zeitpunkt bereits nur noch von hinten gesehen, was aber nicht übel ist 😉 Die Monkeybars und das Reifenhangeln haben Spaß gemacht, kurz vor Schluss das eiskalte Tauchbecken nicht! Dann hiess es bereits Endspurt und über eine gefühlt endlose Grünfläche ab ins Ziel nach 1:05 Min für 11km.

Fazit: Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir empfehlen Neugierigen dieses Rennen als Einstieg. Die Organisation vor Ort ist super, die Stimmung gut und der Glühwein lecker

Der nächste Steelman findet nicht mehr im Winter statt.

Infos und Anmeldung findest Du hier: Steelman

Erik Schefer

Lake Run

Trendelburg

11. November 2018

Glücklicherweise hatte ich beim Gewinnspiel vom Hindernislaufguru.de auf Facebook 2 Starts zum Lake Run in Trendelburg gewonnen. Dieser war mein erster OCR-Lauf bei dem ich auch die Ambition hatte, etwas zu erreichen. Und zwar wollte ich unter die Top 10 meiner Age Groupe kommen, um die Qualifikation für die OCR EM zu kriegen.

Als echtes Nordlicht, wo nahgelegene (Harburger) Berge gerade mal die 155 hm knacken, war das schon eine Herausforderung. Ich startete im RAW-Level (14k) und auch dort wussten es die Veranstalter die Höhenmeter zu nutzen, um die Startgruppen zu entzerren.

Die Hindernisse sind recht bekannt, wenn man schon verschiedene OCR Laufe hinter sich hatte. Es waren vor allem leichte bis mittelschwere, technische Hindernisse, sowie Crawls, Carrys, Walls und Hangelhindernisse, die natürlich aber auch kraftraubend sind.

Die schöne Szenerie der Trendelburg wusste ich leider nicht zu schätzen, da mir die Höhenmeter zu schaffen machten.

Der letzte Abschnitt bis zum Zieleinlauf war dann geprägt von Hangelhindernissen, Wasser in dem man sich gut abkühlen konnte und Matschkuhlen die einem dann noch die letzten Kletterhindernisse doch um einiges erschwert haben.

Alles in allem lag der Fokus bei dem Lauf auf den läuferischen Teil mit einer guten Anzahl an Standard-Hindernissen und ist sicherlich ein guter Einstiegslauf für Ambitionierte.

Persönlich würde es mich freuen, wenn der Suzuki Lake Run auch ein-zwei technisch anspruchsvollere Hindernisse als Markenzeichen einführen würde.

Ich persönlich hatte mein Ziel erreicht und darf nun mit dem 4. Platz zur Europameisterschaft 2019 nach Polen reisen.

Der Lakerun wird 2019 wieder mit 4 Editions vertreten sein.

Mehr dazu findet ihr hier: Lake Run

Patrick Saal

Kudos

Crosstrails Bochum

16. September 2018

Das Experiment Teil 2 – Eine seltsame Überschrift für einen Text über einen gelungenen Lauf, der eigentlich kein Experiment, sondern eine vierte Auflage ist. Das Experiment Teil 2 bezieht sich auf mich und meine weitaus bessere Hälfte Ewelina. Teil 1 unseres Experimentes war Iron Viking und Fishermans Strongman hintereinander zu laufen, das hier war Teil 2. Strong Viking Wächtersbach auf 19 und 7 km laufen und am nächsten Tag beim KUDOS RACE vom Team um Pia Wagner im Freiraum Crosstrails Bochum angehen. Ewelina wird vermutlich nie wieder zustimmen. In Zukunft jedenfalls. Nächstes Wochenende fährt sie ja mit mir zum Barbarian Race Wochenende auf alle drei Distanzen.

Was ist eigentlich das Kudos Race beim Crosstrails?

Eine vernünftige Frage, die wir uns auch stellen mussten. Natürlich kann man das Googlen. Kann man sich aber auch sparen, es wird nämlich vor Ort erklärt. Im Wesentlichen geht es um Ruhm und Ehre (natürlich, weil OCR auch ein maximal martialischer Sport ist, Wikinger, Spartaner, Hopliten und Herakliden…irgendwie fehlt mir im Moment noch Rom, vielleicht Ägypten – nur falls einer Ideen braucht, ich hätte da einen Master in Geschichte und viel Phantasie). Man kann auf verschiedenen Rennen über das Ganze Jahr Kudos Punkte sammeln und damit Ruhm und Ehre steigern, quasi aufleveln. Ein Rollenspiel für OCR Begeisterte. Man kann es aber auch einfach machen um Spaß zu haben, der, soviel vorne weg, ist nämlich in rauhen Mengen dabei. Und nur um den geht es auch. Wir (Ewelina und ich) sind beide keine Top-Athleten. Wir laufen nicht um Siege, werden wohl selten auf dem Treppchen zu sehen sein, wir mögen nur die Läufe. Naja, Montags manchmal nicht so. Also brauchen wir nicht zwangsläufig einen Vergleich, wir brauchen Rennen die fordernd sind, die Spaß machen und die uns mit einem guten Gefühl nach Hause gehen lassen. Genau das war heute der Fall. Aber wie kam es dazu?

Das Rennen

Bei einem Gewinnspiel konnten wir mit einer sehr traurigen Geschichte über bösartige Augenbrauen und Weltfrieden zwei Tickets ergattern. Also war die Wochenendplanung erstmal abgeschlossen. Es ging also Sonntags nach Bochum, genauer gesagt zum Ümminger See. Eigentlich viel über das Event wussten wir nicht, aber das war unser kleinstes Problem heute. Direkt bei Ankunft und Abgabe der üblichen Haftungsausschlusserklärung die wir per Email erhalten hatten, bekamen wir vorab eine kurze Einweisung von Pia. Als Team 3, Muddy Unicorns, ging es für uns nach den Einzelstartern um 11.00 Uhr auf die Strecke. Etwa um 10.30 Uhr war der Start der Einzelläufer, die noch einmal härtere Regeln hatten. Bevor es aber los ging, wurden sowohl wir Teamstarter, als auch die Einzelstarter von der OCR erfahrenen Pia in den Parcours eingewiesen. Im Gegensatz zum Einzelläufer musste immer nur einer (egal wer) aus dem Team ein Hindernis überwinden, was das Ganze auch für Anfänger absolut machbar machte (ein Team kann bis zu fünf Personen haben, bei 40 Hindernissen wäre das ein händelbares Maß von 8 Hindernissen pro Runde). Schaffte man ein Hindernis nicht, waren Burpees angesagt. Im Team hieß das je fünf Burpees pro Person, beim Einzestarter waren je 15 fällig. Nach der Einweisung war als nächstes Mobilisation und Aufwärmen angesagt. Zehn Minuten, dann war es endlich soweit. Zunächst musste eine zweieinhalb Kilometer lange Runde um den Ümminger See gelaufen werden, der wirklich malerisch schön ist. Zwischen vielen Spaziergängern (mit teilweise sehr fragenden Gesichtsausdrücken) hindurch liefen wir dann auf das erste von drei Malen Parcoursdurchlauf zu. Ich erspare es uns allen mal an dieser Stelle jedes einzelne der 40 Hindernisse en detail zu besprechen – am besten ihr macht euch bei einem Training vor Ort selber ein Bild. So viel aber: Viele der Hindernisse haben mehr als ein Element, sodass viel Abwechslung angesagt ist (oder sein kann, je nach dem wie man es gerne haben möchte). Das Team war dabei als Photograph, Moderator, Marshall und Hilfspersonal an der Verpflegungsstation im Einsatz und meisterte den Spagat mit Bravour. Nach der ersten kompletten Runde stand in der zweiten Runde dann eine zusätzliche Belastung an: Zunächst bekam jedes Team (und jeder Einzelstarter) einen kleinen Autoreifen in die Hand gedrückt, der Auslauf mit zweieinhalb Kilometern Länge bekam. Also ging es für uns los. Ich hasse Carries, Ewelina auch. Ergo spazierten wir die Runde gemächlich durch, andere liefen… Es muss schon etwas seltsam für die Eingeborenen von Bochum gewesen sein. Die Frage einer rüstigen Rentnerin „Wofür dass den gut“ sei konnte ich kurzentschlossen mit „Das Essen war versalzen. Strafe muss sein!“ beantworten. Da wir aber zügig weiterspazierten konnte ich das vermutlich von Verständnis und Mitgefühl erfüllte Gesicht nicht mehr sehen. Nachdem wir den Reifen dann wieder abgelegt hatten stand eine neue „Verschärfung“ an. Während die Einzelstarter kleine Bälle in Kübel werfen mussten, hatte man sich für die Teams etwas sehr cooles ausgedacht: Mit einem Messbecher bewehrt

Einzel und Team

Während die Einzelstarter kleine Bälle in Kübel werfen mussten, hatte man sich für die Teams etwas sehr cooles ausgedacht: Mit einem Messbecher bewehrt stellte sich ein Teammitglied in einen Reifen (und durfte ihn erst nach Abschluss der „Prüfung“ verlassen), währen ein anderer Bälle warf, die mit dem Becher aufgefangen werden mussten. Wer nach drei Versuchen glücklos blieb, durfte von sportgewordener Liebe kosten. Also Burpees machen. Die dritte Runde war dann wieder „nur“ zu laufen und dann wurde ein letztes Mal der Parcours absolviert, ein drittes Mal noch werfen und es war geschafft. Fordernd, hart, top gemacht; sicher, ich könnte hier mit Superlativen um mich werfen. Aber ich denke das muss ich nicht mehr. Ich bin absolut sicher dass in Kürze aus diesem „Geheimtip“ ein fest etabliertes Event im Terminkalender so mancher Läufer werden wird. In unsrem Terminkalender ist es jetzt verankert.

Auch 2019 wird es wieder Kudos geben.

Seht her: Crosstrails Bochum